SACHVERSTÄNDIGER
BRANDSCHUTZ
INDUSTRIETORE
DREHTÜRANTRIEBE
Eine    Feststellanlage    (FSA)     oder    auch    Türfeststellanlage    (TFA)    ist    eine    Einrichtung    zum Offenhalten    von    Brandabschlüssen    (z.    B.    Brandschutztüren,    Rauchschutztüren    oder    Rolltore zwischen   Brand-abschnitten).Die   Feststellanlage   sorgt   dafür,   dass   Feuerschutzabschlüsse   sowie Rauchabschlüsse   offen   gehalten   werden,aber   bei   einem   Brand   bzw.   im   Fall   von   Rauchentwicklung sicher ge-schlossen werden. Inhaltsverzeichnis: 1 . Aufbau 2 . Zulassung 3 . Anwendungsgebiet 4 . Abnahme lt. Richtlinien des DIBT 5 . Instandhaltung 1. AUFBAU Energieversorgung (Auswertung/Zentrale) mindestens einem Branderkennungselement, z.B. optischer Rauchmelder oder Rauchschalter Feststelleinrichtung,    z.B.    Magnet    mit    Ankerplatte    oder    Türschließer    mit    interner    oder externer Feststellung sowie automatischen Tor- und Türantrieben. Taster   zum   manuellen   Schließen   der   Tür   müssen   Rot   sein   und   die   Aufschrift   tragen   Tür   oder   Tor Schließen,   sie   können   nur   dann   entfallen   wenn   die   Feststellung   auch   über   geringen   Druck   auf   das Türblatt     aufgehoben     werden     kann.Früher     fanden     wegen     größerer     Sicherheit     vor     Stör- beeinflussungen   (Wasserdampf,   Staub   u.   a.)   auch   Ionisationsrauchmelder   Verwendung.   Diese sind   wegen   ihrer   Radioaktivität   fast   vollständig   vom   Markt   verschwunden,   außerdem   sind   sie   als Sondermüll   zu   betrachten   und   mit   ihrer   Seriennummer   und   Einbauort   in   Deutschland   bei   den Landesämtern   für   Umweltschutz   registriert.Einige   Systeme   sind   mit   Akkus   für   den   Fall,   dass   die 230-V-Versorgungsspannung   weg   fällt,   ausgestattet.   Das   Wegfallen   der   Versorgungsspannung, und    gegebenenfalls    auch    der    Akkuspannung,    muss    zum    Schließen    des    Brandabschlusses führen.Die   Feststellvorrichtungen   können   auch   durch   Brandmeldeanlagen   angesteuert   werden. Eine   Aufschaltung   auf   eine   Brandmeldeanlage   ist   zulässig,   jedoch   nicht   die   Weiterleitung   des Signals   aus   der   Feststellanlage   an   die   z.B.   Feuerwehr.   Feststellanlagen   sind   eigenständige   Anlagen die   über   eigene   Branderkennungselemente   (Rauchmelder   oder   Temperaturmelder)   verfügen.   Im Verlauf von Fluchtwegen und Rettungswegen sind zwingend Rauchschalter zu verwenden. nach oben FESTSTELLANLAGE TYP 1 FESTSTELLANLAGE TYP 2 2. ZULASSUNG Eine   Feststellanlage   muss   vom   Deutschen   Institut   für   Bautechnik   (DIBt)   zugelassen   werden. Diese   Zulassungen   werden   in   der   Regel   für   5   Jahre   erteilt   und   auf   Antragsstellung   auch   gege- benenfalls   verlängert.   Erlischt   eine   Zulassung,   so   ist   die   Grundlage   für   die   Verwendung   als Feststellanlage   im   Sinne   der   Landesbauordnungen   nicht   mehr   erbringbar   und   die   Anlage   kann nicht     mehr     verwendet     werden.     Es     sei     denn,     die     Anlage     wurde     vor     Ablauf     des Zulassungsbescheides   eingebaut   und   das   Abnahmeprotokoll   der   Firma,   die   den   Einbau   der   Anlage vor   Ablauf   des   Bescheides   vorgenommen   hat,   ist   noch   verfügbar   und   wurde   vom   Betreiber aufbewahrt.    Die    DIBt-Richtlinien    für    Feststellanlagen    an    beweglichen    Feuerschutzabschlüssen legen   fest,   wie   Feststellanlagen   geplant,   betrieben,   abgenommen   und   gewartet   werden   müssen. Die    aktuellen    gültigen    Richtlinien    stammen    vom    Oktober    1988.    Die    Anlage    muss    eine Eignungsprüfung     durchlaufen.     Durch     diese     ist     die     Erfüllung     der     DIBt-Anforderungen nachzuweisen. Die Eignungsprüfung wird von der VdS Schadenverhütung GmbH durchgeführt. Es werden   grundsätzlich   nur   komplette   Feststellanlagen   geprüft.   Alle   Teile   des   Systems   müssen zusammen    geprüft    und    zugelassen    werden.    Andernfalls    wird    die    gesamte    Anlage    nicht zugelassen. nach oben   3. ANWENDUNGSGEBIET Ein   spezielles   Anwendungsgebiet   für   Feststellanlagen   existiert   auch   im   explosionsgefährdeten   Be- reich   (Ex-Bereich).   Zone   1   und   2.   Solche   Anlagen   sind   besonders   auszuführen   alle   Bauteile   sind speziell   nochmals   (EX)   zugelassen   und   geprüft.   Feststellanlagen   in   Ex-Bereichen   sind   immer   mit Gaswarngeräten   auszuführen.   Auszug   aus   der   DIN   EN   14637   (Seite   31   /   A.2)   Zitat:   „An   Türen von   Räumen,   in   denen   eine   explosionsfähige   Atmosphäre   durch   brennbare   Gase,Dämpfe   oder Nebel    entstehen    kann,    sollten    Feststellanlagen    nur    verwendet    werden,    wenn    die    Feststell- vorrichtungen   zusätzlich   durch   Melder   einer   Gaswarnanlage   ausgelöst   werden.   Gaswarnanlage und    Feststellanlage    müssen    elektrisch    miteinander    verbunden    sein.    Elemente,    Bauteile    und Verbindungskabel    von    Feststellanlagen,    die    in    diesen    Räumen    installiert    werden,    müssen eigensicher sein. nach oben 4.  ABNAHME lt. RICHTLINIEN DES DIBT Die    eingebaute    Anlage    muss    auf    einwandfreie    Funktion    und    vorschriftsmäßige    Installation überprüft   werden.   Nach   der   Abnahmeprüfung   laut   Richtlinien   des   DIBT   muss   im   Bereich   der installierten   Feststellanlage   vom   Betreiber   der   Anlage   ein   Zulassungsschild   angebracht   werden.Die Abnahme   kann   nur   vom   Hersteller   der   Feststellanlage   einer   vom   Hersteller   zertifizierten   Person oder    einer    benannten    Prüfstelle    (derzeit    nur    VdS    Schadenverhütung    GmbH)    durchgeführt werden!Nach     Ablauf     der     Zulassungsbescheide     des     DIBt     entfällt     die     Grundlage     für     die Abnahmeprüfung    nach    Errichtung    der    Anlage    und    die    Feststellanlage    kann    nicht    mehr abgenommen   werden.   Über   die   erfolgreiche   Abnahmeprüfung   ist   ein   Protokoll   auszufertigen, dieses   ist   von   Betreiber   der   Anlage   aufzubewahren   und   auf   Verlangen   (z.B.   bei   der   Feuerbeschau durch kommunale Behörden, Feuerwehr) vorzulegen. Da die Landesbauordnungen den Begriff des "Bestandsschutzes"    nicht    kennen,    sind    bei    nicht    abgenommenen    Anlagen,    bei    denen    die Zulassungsbescheide    abgelaufen    sind,    und    bei    abgenommenen    Anlagen    mit    erfolgreichem Abnahmeprotokoll,    die    aber    bei    der    Wartung    erhebliche    nicht    durch    Reparaturen    oder Wartungsarbeiten behebbare Mängel aufweisen, diese vom Feuerschutzabschluss zu entferne. 5. INSTANDHALTUNG Die   Feststellanlage   muss   vom   Betreiber   ständig   betriebsfähig   gehalten   und   mindestens   einmal   pro Monat   auf   ihre   einwandfreie   Funktion   überprüft   werden.   Außerdem   ist   der   Betreiber   verpflichtet, einmal   pro   Jahr   eine   Prüfung   auf   ordnungsgemäßes   und   störungsfreies   Zusammenwirken   aller Geräte,   sowie   eine   Wartung   vorzunehmen   oder   vornehmen   zu   lassen,   sofern   nicht   im   Zulas- sungsbescheid   eine   kürzere   Frist   angegeben   ist.Diese   Prüfungen   und   Wartungen   sind   schriftlich   zu dokumentieren, die Dokumentation muss aufbewahrt werden und ist auf Verlangen vorzulegen. 5.1. Neuerungen zur E DIN 14677 Inspektions-/Wartungsintervalle, sowie Qualifikation der Instandhalter Die Inspektion und Wartung der Feststellanlagen ist nach den Angaben in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung und den Angaben in der Wartungsanleitung des Herstellers durchzuführen. Dabei sind die Angaben in Tabelle 1 zu berücksichtigen. Tabelle 1 - Intervalle und Qualifikation nach oben
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